Fragen der Kraft_Begeisterung

Was begeistert dich? Wofür brennt dein inneres Feuer? 

Unser Gehirn und unsere Psyche brauchen Begeisterung, um lebendig zu sein, so wie unsere Lungen Sauerstoff brauchen, um atmen zu können. Begeisterung ist der „Betriebszustand unseres Gehirns“, in dem wir am leichtesten und am besten lernen – wie wir aus der modernen Hirnforschung wissen. 

Als Erwachsene tun wir uns mit Begeisterung oft schwer. Wir erlauben sie uns vielleicht beim Sport, dann wenn wir bei besonderen Ereignissen, wie z.B. einer Fußball-Weltmeisterschaft „aus uns herausgehen“ oder wir erfreuen uns über die Begeisterung und Lebendigkeit unserer Kinder. In unserem täglichen Leben, im Alltag, hat sie meist keinen Platz. Manchmal ist sie dort sogar verpönt, und Menschen, die von etwas begeistert sind oder Begeisterung ausstrahlen, werden leicht als naiv abgetan. Uns Deutschen wird gerne – und nicht ganz zu unrecht – nachgesagt, dass wir es lieben zu jammern, wenn auch auf hohem Niveau. Und einer der wenigen deutschen Begriffe, die es in das internationale Vokabular geschafft hat, ist „German Angst“. Die Begeisterung überlassen wir oft anderen.

Dabei gerät unser Gehirn in Höchstform, wenn wir begeistert sind. Kreativität und Offenheit für Lernen und Entdecken werden beflügelt, und die Ideen und Inhalte werden zusammen mit dem guten Gefühl abgespeichert. Diese guten Gefühle, die Freude, die wir in unserer Seele dabei spüren, verstärken die Motivation für weiteres Entdecken, Erforschen und Lernen. Nicht umsonst versprühen Kinder, dann wenn sie sich sicher fühlen, so viel Freude und Begeisterung. So fällt es ihnen leicht, die Welt um sich herum zu erobern und ganz schnell ganz viel zu lernen.

Leider wird dieser Zusammenhang in unseren Schulen, Ausbildungsinstitutionen und Universitäten bis heute weitgehend ignoriert. Hier ist oft von Begeisterung, Freude und dem Raum für selbstständiges Forschen und Entdecken keine Spur. Führende Hirnforscher und Experten, die sich mit der Psychologie des Lernens beschäftigen, beklagen dies.

Wie gelingt es uns, Begeisterung in unser Leben einzuladen?

Wichtig ist, dass wir den Wert dieses Bewusstseinszustandes erkennen und unsere Scheu davor verlieren.

Dazu sind wir aufgefordert, unser Bild von uns selbst als nüchterne, sachliche und möglichst emotionslose Erwachsene in Frage zu stellen. Statt uns zu bemühen,  objektiv und vernünftig zu sein und unsere Empfindungen und Gefühle in Schach zu halten, sollten wir uns erlauben, subjektiv und berührbar zu sein und Gefühle wieder zu fühlen und auszudrücken. Alleine dadurch öffnen wir die Tür für Lebendigkeit und Leidensschaft in unser Leben und unser Erleben gewinnt an Farbe, Dynamik und Energie.

Gehen wir dann auf die Suche nach dem, was uns begeistert und unsere Leidenschaft entfacht, so orientieren wir uns vielleicht zunächst noch gewohnheitsmäßig an „besondere Errungenschaften und Ereignisse“, dem was meist eher selten in unserem Leben vorkommt. Vielleicht suchen wir im Außen und werden dabei nicht wirklich fündig oder wir warten auf den besonderen Kick, der unsere Leidenschaft entzündet.

Bleiben wir bei dieser alten Gewohnheit nicht stehen, können wir anfangen, unsere Wahrnehmung neu auszurichten und zu schulen. Die Frage „Was begeistert mich, wofür brennt mein inneres Feuer?“ wirkt hier wie ein Katalysator für eine neue und belohnende Art von Bewusstheit. Stellen wir sie uns eine Weile, so führt sie uns zu den kleinen und großen Freuden, die unsere Seele nähren und zum klingen bringen. In meinem Beitrag zur „Was macht dich glücklich?“ – einer weiteren Frage der Kraft – habe ich dies benannt.

So finden wir in uns, was wir häufig vergeblich im Außen suchen und lernen, belohnende und motivierende Gefühle in uns wachzurufen, auch ohne Höchstleistungen erbringen zu müssen. Je mehr und je leichter uns dies gelingt, je größer unsere Selbstwirksamkeit hier ist, umso mehr kehrt die Kraft und Freude der Leidenschaft in unser Leben zurück. Denn nichts begeistert uns so sehr wie das Gefühl, den Schlüssel zu dem Lebenselexier, das uns als Kinder so lebendig sein ließ wieder in uns selbst zu finden. Kein äußerer Kick bietet uns diese Belohnung und kein Kick ist für unseren Selbstwert so gesund.

Im ONE Next Step – Training erleben wir immer wieder, wie auch „normale“ Erwachsene sich von diesem elektrisierenden Gefühl der Begeisterung faszinieren lassen. Viele der Lern- und Heilungserfahrungen des Trainings werden so erst möglich gemacht.

Probieren Sie es gerne einmal selbst aus und fragen sich „Wofür brennt mein inneres Feuer?“ –  am besten in Momenten der Ruhe und Muße und gerne immer wieder und eine Weile lang.
Ihr
Markus Klepper

 

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