Fragen der Kraft_Stolz

Worauf bist du stolz? Die Frage der Kraft als Prophylaxe für die Burn-Out Gefahr

Das Gefühl stolz zu sein ist ein wichtiger Baustein unseres Selbstwertgefühls. Dann, wenn wir uns selbst für das was wir tun und für das was wir sind, anerkennen und würdigen nähren wir unseren Selbstwert. Dann wenn wir uns erlauben stolz auf uns zu sein, richten wir uns innerlich auf.

Als Kinder war die Freude über das, was wir mit unseren Handlungen auslösen, eine natürliche Erfahrung beim Entdecken der Welt. Das Staunen etwa, wenn wir einen Lichtschalter berühren und das Licht angeht, die Freude darüber, wenn wir etwas auf den Boden knallen und die erschrockenen Gesichter der Erwachsenen, die uns zeigen, was wir alles bewegen können. Diese und ähnliche Erfahrungen waren für unser Lernen ungemein wichtig.

Durch diese Verbindung von eigenem Tun und seiner Auswirkung erlebten wir „Selbstwirksamkeit“. So machten wir die Erfahrung, dass wir etwas bewirken und bewegen können, dass wir stark sind. Je mehr uns die natürliche Freude darüber erlaubt wurde, umso unbeschadeter konnte sich unser Selbstwert entwickeln. Dann konnten wir lernen wie gut es sich anfühlt, sich an dem eigenen Tun zu erfreuen und so stolz auf uns zu sein.

Als Erwachsene ist uns dieses natürliche Gefühl von Stolz, das Anerkennen des eigenen Wertes und das „gute Gefühl“, das damit verbunden ist, leider oft verloren gegangen. Vielleicht haben wir gelernt das es sich „nicht gehört“. Vielleicht wurde uns auch beigebracht, „bescheiden zu sein“, nicht immer „Ich“ zu sagen. In meiner Generation, Jahrgang 1956, war das noch so. Heutzutage, in der so genannten Generation Y, sind diese Werte und Haltungen sicherlich weit weniger ausgeprägt. Die Selbstwertfalle in der heutigen Zeit liegt heute eher in einem Mangel an positiver Rückmeldung durch die zunehmende Entfremdung, die oft mit einem Gefühl von Ohnmacht einhergeht.

Sowohl in meiner therapeutischen Arbeit, wie auch in unseren Seminaren erlebe ich immer wieder, wie schwer es Menschen fällt, dieses Gefühl von Stolz wirklich zuzulassen. Womöglich gelingt es kognitiv den Wert einer eigenen Leistung zu begreifen, aber das gute Gefühl dafür kommt häufig nicht an. Es ist so als wäre es verboten oder nicht wirklich berechtigt.

„Schließlich gibt es gerade in unserer konkurrenzorientierten globalisierten Welt immer jemanden, der (noch) besser ist als ich. „Wer gibt mir dann das Recht, stolz auf mich zu sein?“ denkt so mancher.

Dabei ist gerade dieses Gefühl, stolz auf mich zu sein, der „Stoff“, der den Motor des eigenen Lebens „schmiert“ und gesund und leistungsfähig erhält: stolz auf das was ich tue und – mehr noch – stolz auf das was ich bin. Es ist Nahrung für unsere Seele und für unseren Selbstwert. Von niemandem brauchen wir es so sehr wie von uns selbst, und keiner kann es uns ersetzen, wenn wir selbst uns dies verwehren!

Nach meiner Erfahrung liegt eine der Wurzeln der so weit verbreiteten Burn-Out-Symptomatik gerade hier. Je weniger wir uns selbst wertschätzen und anerkennen, je weniger stolz wir sind auf das was wir tun, umso mehr fühlen wir uns innerlich gedrängt, noch mehr zu tun, noch mehr zu leisten, noch besser zu funktionieren. Solange bis wir körperlich und seelisch ausbrennen…

Und – je mehr es uns gelingt, aus diesem Teufelskreis auszusteigen, je häufiger wir stolz sind auf uns, auf das was wir tun und besonders auch auf das was wir sind (!) sind, umso gesünder und selbstbewusster werden wir. Und meist kommt die Anerkennung von außen, die wir uns zuvor so sehnlich gewünscht haben, plötzlich wie ein Echo zu uns zurück. Dann, wenn wir anfangen sie uns selbst zu gestatten.

Die einfache Frage „Worauf bist du stolz?“ kann hierfür ein wichtiger erster Schritt sein.

Probieren Sie diese doch einmal aus.

Lesen Sie dazu auch gerne meinen vorherigen Blog-Beitrag zum Thema „Fragen der Kraft“.

Ihr
Markus Klepper

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